Die nachfolgenden Anlagen 1 - 4 sind nicht Bestandteil der aufgeführten Satzung. Sie können auf schriftlichen Antrag an den geschäftsführenden Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit von der Mitgliederversammlung geändert werden.

 

Anlage 1

 

Bundeskönig-, Bundesprinzen- und Bundesschülerprinzen-

 

schießen

 

  1. Für das Ausrichten des Bundeskönig-, Bundesprinzen- und Bundesschülerprinzenschießens kann sich jede Bruderschaft, Gesellschaft, Gilde oder Vereinigung die Mitglied im Landesverband ist, sowie die Satzung und die Schießordnung des Landesverbandes anerkennt, bewerben.
  2. Die Beauftragung zum Ausrichten des Bundeskönigs-, Bundesprinzen- und Bundesschülerprinzenschießens wird durch die Mitgliederversammlung durch einfache Stimmenmehrheit beschlossen.
  3. Der Ausrichter muss Programm und Gestaltung des Bundeskönigs-, Bundesprinzen- und Bundesschülerprinzenschießens nach den Vorgaben des geschäftsführenden Vorstandes des Landesverbandes zwecks Genehmigung vorlegen.
  4. Alle Mitglieder (Bruderschaften, Gesellschaften, Gilden und Vereine) haben die Pflicht, mit Fahne, König, Prinz und Schülerprinz am Gottesdienst und Festzug teilzunehmen.
  5. Berechtigt am Bundeskönig-, Bundesprinzen- und Bundesschülerprinzen-schießen teilzunehmen sind Könige, Prinzen und Schülerprinzen, die von ihrer Bruderschaft, Gesellschaft, Gilde oder ihrem Verein 14 Tage vorher schriftlich gemeldet worden sind. Die Unterschriften müssen bei der Anmeldung vom ersten Brudermeister, ersten Vorsitzenden oder dessen Stellvertreter und vom Präses vorliegen. Als Ausnahme kann der Präses des Landesverbandes unterschreiben. Teilnehmen dürfen nur ein König, ein Prinz und ein Schülerprinz je Bruderschaft. Die Bundeskönigs-, Bundesprinzen- und Bundesschülerprinzenwürde kann nur einmal errungen werden, deshalb dürfen ehemalige Bundesschülerprinzen, Bundesprinzen und Bundeskönige nicht mehr teilnehmen.
  6. Das Alter für die Teilnahmeberechtigung am Bundesschülerprinzenschießen ist für Schülerschützen ab dem vollendeten 6. Lebensalter bis zum Höchstalter des vollendeten 14. Lebensjahres.
  7. Das Alter für die Teilnahmeberechtigung am Bundesprinzenschießen ist für Jungschützen ab dem vollendeten 14. Lebensalter bis zum Höchstalter des vollendeten 21. Lebensjahres.
  8. Ab dem 1.1.2006 darf ein Jungschütze, der an einem Altschützenschießen teilgenommen hat, nicht mehr an einem Jungschützenschießen teilnehmen.
  9. Das Mindestalter für die Teilnahmeberechtigung am Bundeskönigschießen ist für Könige das vollendete 21. Lebensjahr.
  10. Die Höhe der Startgelder für Landesverbandsmitglieder und Nichtmitglieder werden auf der Jahreshauptversammlung festgesetzt.
  11. Das Schießgericht besteht aus dem geschäftsführenden Vorstand, dem 1. und 2. Schießmeister und dem 1. und 2. Jungschützenführer.
  12. Wer den Kopf des Vogels abschießt, erreicht den Titel des 1. Ritters, linker Flügel 2. Ritter, rechter Flügel 3. Ritter. Rumpf bedeutet Bundeskönig; bei den Jungschützen, Bundesprinz; bei den Schülerschützen, Bundesschülerprinz. Jeder Schütze kann nur einen Titel erringen.
  13. Der Vogel sollte bis ca. 19.00 Uhr des gleichen Tages heruntergeschossen werden. Sollte dies nicht der Fall sein, wird der Vogel auf Papier gesetzt.
  14. Die Siegerehrung sollte um ca. 19.30 Uhr vorgenommen werden.
  15. Der Sieger bei den Altschützen erhält die „Goldene Armbrust“; bei den Jungschützen den Bundesprinzenorden; bei den Schülerschützen den Bundesschülerprinzenorden. Der scheidende Bundeskönig, Bundesprinz und Bundesschülerprinz erhalten je eine Urkunde. Scheidende Majestäten, wie neue Majestäten, erhalten je einen Blumenstrauß.
  16. Die Begrüßung der Gäste und der Teilnehmer sowie die Siegerehrungen werden vom Vorstand des Landesverbandes vorgenommen.
  17. Ausnahmen zu den vorherigen Punkten 1 - 16 sind dem geschäftsführenden Vorstand frühzeitig schriftlich mitzuteilen.

 



Anlage 2

 

Verbandsmeisterschaften

 

  1. Teilnahmeberechtigt zur Einzelmeisterschaft sind alle Senioren und Junioren, die Vereinsmeister der im Landesverband Aachen - Stadt und - Land angeschlossenen Mitglieder sind. Bei den Jungschützen sind startberechtigt, die das 14. Lebensjahr vollendet haben bzw. das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ab dem 1.1.2006 darf ein Jungschütze, der an einem Altschützenschießen teilgenommen hat, nicht mehr an einem Jungschützenschießen teilnehmen.Bei den Altschützen ist jeder startberechtigt, der das 21. Lebensjahr vollendet hat.
  2. Teilnahmeberechtigt zur Mannschaftsmeisterschaft sind die Vereinsmeister der Senioren und zwei weitere Altschützen der Bruderschaften, Gilden, Gesellschaften oder Vereinigungen.
  3. Die Beauftragung zum Ausrichten der Verbandsmeisterschaft wird auf der Jahreshauptversammlung ausgelost.
  4. Es wird auf eine Klappscheibe geschossen. Jeder Schütze hat 5 Schuss auf Klappscheibe, die im Durchmesser 10 cm (+/- 1cm) sein muss. Sollte eine Bruderschaft, Gesellschaft, Gilde oder Vereinigung aussichtslos
    zurückgefallen sein und keine Möglichkeit mehr haben, mit den führenden Mannschaften gleich zu ziehen, so scheidet diese Mannschaft aus, gleiches gilt auch für Einzelwertung.
  5. Das Schießgericht besteht aus dem geschäftsführenden Vorstand, dem 1. und 2. Schießmeister und dem Schießmeister der gastgebenden Bruderschaft, Gesellschaft, Gilde oder Vereinigung. Entscheidungen, die das
    Schießgericht fällt, sind bindend und unanfechtbar.
  6. Das einwandfreie Funktionieren der Klappscheibe ist vor Beginn des Schießens durch das Schießgericht zu überprüfen.
  7. Jede nach dem Schuss hoch stehende Klappscheibe wird gewertet, wenn das Seil gezogen werden muss. Jede hochgeschossene und durch den heftigen Aufprall zurückgeschleuderte Klappscheibe muss gewertet werden. Bei Klappscheibenbruch entscheidet nur das Schießgericht, ob Treffer oder nicht Treffer.
  8. Die Sieger der Einzelmeisterschaft, der Mannschaftsmeisterschaft sowie der Tagesbeste erhalten je einen Preis und eine Urkunde.

 



Anlage 3

 

   Schießordnung

 

  1. Das Schießgelände muss den polizeilichen Vorschriften entsprechen. Eine Kopie der letzten Abnahme ist dem geschäftsführenden Vorstand vorzulegen. 
  2. Die Stangenhöhe sollte ca. 28 m betragen. Bei einer Einladung zu einem Schießen, sollte Stangenhöhe und Entfernung zur Vogelstange angegeben werden.
  3. Geschossen wird mit einer Armbrust, stehend freihändig. Der Schütze darf nur mit einer Begleitperson im Schießstand stehen. Über 50 % Körperbehinderte können beim Schießen an- oder auflegen. Das gleiche gilt für
    Schützen über 60 Jahre. Beiden Gruppen ist jede Hilfestellung zu gewähren, um das Schießen optimal durchführen zu können.
     
  4. Die Armbrust wird erst gespannt, wenn der vorhergehende Schütze seinen Schuss abgegeben hat und den Schießstand verlassen hat. 
  5. Störungen oder Zurufe an den im Anschlag stehenden Schützen sind streng untersagt. 
  6. Jeder Schuss der im Anschlag fällt, gilt, wenn der Pfeil die Armbrust verlassen hat. Versagt die Armbrust, kann der Schuss nachgeholt werden. Dieser muss jedoch beim Bundeskönig- und Bundesprinzenschießen sofort
    nachgeholt werden.
     
  7. Jeder Schütze ist streng verpflichtet, nur für sich und seinen Namen zu schießen. Wer falsche Angaben macht, dem wird sofort die Schießerlaubnis entzogen. Das Aufsuchen der Pfeile wird vom Schießgericht
    angesagt.
     
  8. Das Anbringen einer Visiereinrichtung oder Hilfsvisiereinrichtung ist erlaubt, jedoch ist an der Armbrust eine
    Dioptereinrichtung verboten. Jegliche Zielhilfen dürfen das anvisierte Objekt nicht vergrößern.
     
  9. Jeder Schütze hat seine Armbrust so in Ordnung zu halten, dass er sich selbst und andere nicht gefährdet. Ein Sicherheitsbügel über dem Abzugshahn muss unbedingt vorhanden sein. 
  10. Wo eine Fangkorbanlage vorhanden ist, ist sie Bestandteil der Schützenstange. Der Vogel ist abgeschossen, wenn der oberste Meter der Vogelstange frei ist. Wie der Vogel abgeschossen wird, spielt keine Rolle (z.B. Querschläger). Für Pfeile, die im Vogel stecken bleiben, im Fangkorb hängen bleiben oder aus irgendeinem Grunde nicht herunterfallen, wird die Vogelstange nicht herabgelassen. Ausnahme: Das Verbandsmeisterschaftsschießen. Hier kann in jeder Runde das Schießgericht anders bestimmen.

 

 

 

Anlage 4

 

Schülerschützenschießen

 

 

  1. Am Schülerschützenschießen dürfen alle Schüler teilnehmen, die am 01.01. eines jeden Jahres das 6. Lebensjahr vollendet haben. Schüler, die während der Schießsaison 6 Jahre alt werden, dürfen ab dem Geburtstag an den Schießen des Landesverbandes teilnehmen. 
  2. Die Schülerschützenschießen werden vom Landesverband ausgerichtet. 
  3. Die Betreuung der Schüler wird von drei Schülerschützenwarten vorgenommen, die auf der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes von den Mitgliedern gewählt werden. Die Schülerschützenwarte sind dem stellvertretenen Bundesmeister unterstellt. 
  4. Die Schülerschützenwarte gehören dem erweiterten Vorstand an und haben bei den Vorstandssitzungen Stimmrecht. 
  5. Die Schülerschützen nehmen an allen 5 Jungschützenschießen des Landesverbandes, sowie am Bundesschülerprinzenschießen und an der Verbandsmeisterschaft teil. 
  6. Aus Gründen der Chancengleichheit werden vom Landesverband zwei Kinderbögen und entsprechende Pfeile zur Verfügung gestellt. 
  7. Geschossen wird immer mit Lafette, die bei Bedarf dem Ausrichter des Jugendschießens vom Landesverband zur Verfügung gestellt wird. Ein Schießen ohne Lafette ist verboten. 
  8. Der Schießstand befindet sich außerhalb des Sicherheitsbereiches der Hocharmbrustschießanlage. 
  9. Die Stangenhöhe beträgt zwischen 6,00 m und 7,00 m. Der Abstand von der Schießanlage zur Stange beträgt zwischen 2,50 m und 3,00 m.
  10. Im Schießstand dürfen sich jeweils nur ein Schülerschütze und ein Schülerschützenwart aufhalten. Alle anderen Schülerschützen haben außerhalb des Sicherheitsbereichs zu warten. Der Schülerschütze wird vom Führer des Schießbuches aufgerufen. 
  11. Je Schülerschießen werden vom Schüler 3 Wertungsschüsse abgegeben. Nach 3 Klappenrunden werden die 3 Sieger ermittelt. Bei Schießgleichstand werden die Sieger in der Kabelrunde ermittelt, wobei die Schülerschützen automatisch eine Runde weiter sind, die eine Klappe schießen. 
  12. Die ersten 3 Platzierten werden am Ende des Schießens mit einem Pokal ausgezeichnet. 
  13. Es wird 2 Jahreswertungen geben, und zwar die Schüler im Alter von 6 bis 9 Jahre und die von 10 bis 13 Jahre. In die Jahreswertung werden 4 von 5 Schießen einfließen. Das schlechteste Ergebnis eines jeden Schülerschützen wird also gestrichen. 
  14. Je Altersklasse wird es einen 1., 2. und 3. Sieger geben. Es wird eine Einzelwertung und zusätzlich eine Mannschaftswertung geben. Eine Mannschaft besteht aus 3 Schülerschützen und muss vor dem Schießen benannt werden. 
  15. Die Pokale werden aus den Startgeldern und den freiwilligen Spenden von den beiden Jugendwarten des Landesverbandes gekauft. 
  16. Sollte nach den 3 Wertungsschüssen noch zeit vorhanden sein, so wird ein Preisvogel, der zuvor von den Schülerschützenwarten gebaut wurde, ausgeschossen. 
  17. Die gastgebende Bruderschaft, Gesellschaft oder Gilde stellt lediglich die Schießanlage zur Verfügung, hat aber keinen Einfluss auf das Schülerschützenschießen. Die Verantwortung liegt beim Ausrichter.